Sola 2003 - Ein Rückblick

Hohe Türme reckten sich in den Nachthimmel des Extertales, Ruhe kehrt ein im Tal Lord Mirkwoods. Die Nachtwache bezieht Posten, die Feuer der einzelnen Burgen glimmen nur noch vor sich hin um bald ganz zu verlöschen. Müde fallen die Ritter, Ladies und alles Volk auf ihre Lager, wieder geht ein ereignisreicher Tag im Mittelalter zu Ende, um Weitere folgen zu lassen.



Stunden zuvor, nachdem die täglichen Tugenden, wie die Latrinen reinigen und die Taverne putzen, verrichtet waren, ging es im Ratszelt noch hoch her. Nachdem die Minnesänger durch Lauten-, Saiten- und Paukenspiel wie jeden Abend für Stimmung gesorgt hatten und feierlich die Pokale für Handwerk, Ordnung und sportliche Ertüchtigung verliehen wurden, begann die allabendliche Beratung der Ritter. Dieses Mal wäre es fast zu einem Gefecht gekommen. Sir Danny von Stafford hatte in seinem Zorn Sir Daniel von Norwich des Betrugs bezichtigt und auch die anderen Edelleute schwer beleidigt. Doch bevor Sir Thomas von Avebury seinen Schlag vollenden konnte, trat Justitius der Mönch dazwischen.



Stille herrschte bei den Rittern und dem Volk, als der kleine Mönch mit fester, eindringlicher Stimme die Ritter nach dem Grund für den Tumult fragte. Betreten schauten alle 6 Ritter zu Boden, kleinlaut mussten sie zugeben, dass sie einander voreilig verdächtigt hatten und dadurch ihre Freundschaft aufs Spiel setzten, ja sogar bereit waren gegeneinander zu kämpfen. Woher kamen die Verdächtigungen und die Vorwürfe?
Sir Georg von Coventry wusste von Boten zu berichten, die Gerüchte über Betrug gestreut hatten. Sollte wirklich der freundliche Lord Mirkwood, der ihnen Schutz und Sicherheit gewährte, hinter diesem Komplott stehen?



Vom 7.08. bis zum 22.08. tauchten ca. 145 Teenager und ca. 120 Jungscharler in die Mittelalterliche Welt des Rittertums ein. Die anfänglich geschilderte Geschichte der Ritter bildete das Programm des Solas.

An ihr wurde auch der geistliche Teil, Gottes Geschichte und Plan mit uns Menschen, verdeutlicht. Stellvertretend für Gott stand König Illuvatar, vor dem die Ritter aus Furcht vor Strafe wegen ihrer Untreue mit dem Volk flohen. Die Ritter der Burgen stellten Charaktereigenschaften dar, die uns von Gott trennen. Diese typisch menschlichen Vergehen und ihre Konsequenzen wurden morgens in den Stille-Zeit-Gruppen und abends in den Andachten von Matthias Friesen und Helene Oborowski aufgenommen.



Vielen Teilnehmern wurde klar, dass es bei dem bloßen Erkennen der eigenen Schwachheit und Verlorenheit nicht bleiben muss, sondern einen Ausweg gibt. Bei den Entscheidungsaufrufen machten viele einen Anfang oder Neuanfang mit Jesus. Auch die Mitarbeiter erlebten eine sehr intensive Zeit auf dem Sola, die durch Anfechtung, aber auch Vergebungsbereitschaft und spürbaren Segen Gottes geprägt war. Die Gemeinschaft untereinander war trotz der unterschiedlichsten Hintergründe und Gemeinden sehr gut und jeder konnte etwas lernen und mitnehmen.



Außer vielen Schnittwunden, die weitgehend dem Mitarbeiter-Geschenk, einem Schweizer Taschenmesser, zu zuschreiben sind, wurden wir von schweren Verletzungen bewahrt. Auch wettertechnisch konnten wir trotz der Hitze in der ersten Woche sehr dankbar sein.

Schlussendlich kann man nur die oft gesungene Liedzeile "God has rocked the Sola" unterstreichen. Es bleibt eine Menge Segen und Dankbarkeit. Sola hat auch dieses Jahr wieder Menschen in Kontakt gebracht - untereinander und mit Gott.